F3F FAI Lemoncello Cup 2016, Col de Tende (F/I)

Vier Swiss Pilots reisten dieses Jahr am Donnerstag 14. Juli an den Col de Tende zum Limoncello Cup. Kurz nach Mittag trainierten Martin KOPP und Eberhard ROSEMANN bereits mit den tschechischen F3F Freunden an der Südkante. Peter WÜRMLI und ich stiessen kurz nach 14 Uhr auch dazu. Ich drehte ein paar Runden an der Südkante und trimmte meine ENERGIJA V2 auf den Kurs ein. Peter hatte leider etwas Pech, die Thermik versagte, der Wind war weg bzw. drohte bereits zu drehen. Peter konnte jedoch seinen Segler auf einem Flecken Grün unbeschadet ca. 30 Meter tiefer noch landen.
Dieses Jahr blieb mir die **** Grand Hotel Residenz in LIMONE (Italien) leider verwehrt, zu spät gebucht. Die *** im LIMONE PALACE im Zentrum waren jedoch auch nicht schlecht 😉 Schon am ersten Abend durften wir italienische Leckereien verputzen. Dieses Jahr hatte es auch sehr süffiges Spezial Bier im Angebot 🙂 Spätestens jetzt war für Peter der Absaufer am Hang Geschichte.

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Col de Tende

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Martin Kopp mit seinem SONET

Wettbewerbstag 1

Am ersten Tag wehte schon früh Morgens eine Brise aus Nord unter prachtvoll angezuckerter Bergkulisse auf den Hang. Registriert und Gebrieft wurde am Südhang, danach wurde der ganze Tross an den Nordhang auf der Ostseite des Passes verlagert und die Strecke aufgebaut. Der Colli di Tende bietet glücklicherweise einige gut übersichtliche Stellen für F3F inkl. Zufahrt und genügend Pilotenraum und Parkplätze.
Der Wind wehte zu Beginn der ersten Runde zwischen 10-14 m/s aus Nord. Der Spanier IñAKI eröffnete den LIMONCELLO Cup 2016 wobei er einen sehenswerten touch and go in seinen Run einbaute ;). Thorsten FOLKERS flog die beste Zeit in dieser Runde mit einer 37.61. Diese Zeit markierte schlussendlich auch gleich die Bestzeit des Wettbewerbs. Beste erste Runde der Swiss Pilots flog Eberhard mit einer 41.06, Platz 7 in Runde 1.
Runde 2 ging an Armin HORSITZ 39.36. Bester Schweizer in dieser Runde Peter WÜRMLI mit einer 47.28, Platz 18.
Es war gar nicht mal so einfach den Flieger am laufen zu halten an diesem Nordhang die rechte Wende hatte es ab und zu in sich. Runde 3 ging an Pierre RONDEL mit einer 42.34. Bester Swissi wieder Peter mit einer 52.15. Ich war wohl etwas zu „gierig“ und stellte meinen Flieger im Eck ab.
Runde 4 ging an den Franzosen Thomas FAURE mit 43.05. Der Wind war schon deutlich schwächer die Zeiten langsamer.
Die letzte Runde des Tages ging wieder an Pierre RONDEL mit einer 47.90. Martin KOPP konnte endlich auch mal in „anständiger“ Luft seinen Flieger über die 10 Strecken jagen und belegte Rang 6 in dieser 5-ten Runde mit einer 50.44.
Wie so oft an solchen Hängen sind die Thermikeinflüsse recht deutlich. Glück für den der die Blase bekommt. Die waren Könner machen dann auch was draus.
Zwischenstand nach Tag 1, Pierre RONDEL führte die Rangliste an.
Leider an diesem Tag eine sehr unschöne Szene als ein Flieger heftig und knapp direkt neben meinem Kollegen Martin im Pilotenlager einschlug. Gedanken zur allgemeinen Sicherheit sind hier nicht fehl am Platz. Gewisse Flugmanöver, wie eindrehen zum Hang ohne genug Sicherheitsabstand, müssen nicht sein. Es gibt sicherere und effizientere Varianten einen „Cut“ zu korrigieren.

Am Abend dann wieder kulinarisch Genussvolles vom Italiener in Gesellschaft mit unseren Deutschen Freunden. Der abschliessende Barbesuch rundete den Tag ab. see you soon 😉

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traumhaft eingezuckerte Bergkulisse am ersten Wettbewerbsmorgen

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zu Beginn 10 bis 14 m/s Wind am Nordhang

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Start Richtung LIMONE

Wettbewerbstag 2

Tag 2 startete etwas konfus. Die meisten fuhren direkt zum Südhang da bei der Anfahrt zum Berg kaum Nordwind auszumachen war. Der Veranstalter erwartete jedoch die Piloten am Nordhang. Insgesamt verstrich dann viel Zeit irgendwie entscheidungslos und ungenutzt. Bis nach einiger Zeit klar wurde das doch kein Südwind aufkommen wird und an der Nordseite sich eine konstante Brise entwickelte. So wurde dann entschieden auf der Nordseite des Südhangs (Westseite des Passes) den Kurs aufzubauen. Ich für mich dachte, neuer Hang neues Glück. Etwas Abwechslung schadet nie 🙂
Espen TORP entschied mit einer 38.54 Runde 6 für sich. Bester Swiss Pilot, Eberhard mit einer 47.48.
Die 2-te Runde des Tages ging an Eberhard ROSEMANN mit einer 46.42. Super gemacht!
Pierre RONDEL hatte in dieser 7-ten Runde mit technischen Problemen zu kämpfen. Nach dem Ausflug, er hatte bereits eine gültige Zeit erflogen, verlor er die Kontrolle zum Flugzeug, die RC-Verbindung war abgebrochen. Sein Segler kam erst nach Kollision mit einem Fahrzeug und ausserhalb der Landezone zum liegen. Solche Vorfälle sind immer sehr ärgerlich, jedoch vermutlich nie ganz auszuschliessen, auch 2G4 Technik ist nicht 100% perfekt, unabhängig vom verwendeten System. In den letzten Jahren konnte ich leider immer wieder solche Ausfälle beobachten.
Runde 8 ging an den Polen Jerzy MATACZYNO mit einer 44.87. Bester Schweizer für einmal myself auf Platz 3 zeitgleich mit Siggi SCHEDEL mit einer 48.07.

Am Abend fuhren wir wie letztes Jahr durch den Tunnel auf die französische Seite des Berges nach Tende zum Bankett. Bei gutem Essen und Trinken durften wir einen geselligen Abend mit allerlei europäischen F3F Kollegen geniessen.

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Martin startet den SONET von Eberhard

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Nordhang oder die Leeseite der Südkante

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…schon fast flach – der Hang

Wettbewerbstag 3

Zum Tagesbeginn wurde ein Protest eingereicht. Runde 7 von Pierre RONDEL wurde vom Veranstalter gewertet obwohl die Landezone nicht eingehalten wurde, bzw. nicht eingehalten werden konnte (siehe oben). Die Jury akzeptierte den Protest, also Zero Point für Pierre in Runde 7. Trotzdem startete Pierre RONDEL mit einem kleinen Punktevorsprung diesen letzten Wettbewerbstag.
Lange warten auf den Südwind stand an diesem Morgen auf dem Programm. Südwind stellte sich nicht wirklich ein, vielmehr tat das lokale Thermiksystem seine Arbeit. Gegen Mittag war es dann soweit und die 9-te Runde wurde gestartet. Die Bedingungen waren erwartungsgemäss dann auch sehr variabel. Zeiten zwischen 42 und 73 waren drinn. Schnellste Zeit in Runde 9 ging an Elizondo IñAKI mit einer 47.27. Ich kam mit einer 53.07 für die Schweizer am besten Weg in dieser Runde.
Runde 10 ging an Matthieu MERVELET, 42.71. Martin KOPP belegte den 10-ten Rundenrang mit einer 48.42 als bester Swiss Pilot der letzten Runde. Nach 10 Runden war dann Schluss (15:03 Uhr).

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an der Südkante

F3F Limoncello CUP 2016 007

Zuschauerinn…

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…und solche die schauen

Irgendwie hatte ich den Eindruck das der Rennleiter die 10-te Runde zeitlich etwas gar in die Länge zog um keine 11-te mehr zu starten. Ich fliege gerne F3F und nehme hunderte von Kilometern Anreise in kauf, deshalb würde ich gerne die Zeit am Hang ausnutzen um so viel wie möglich F3F fliegen zu können. Dieses Jahr wären über die drei Tage locker 2 Runden mehr drinn gewesen.
Trotzdem war F3F am Col de Tende auch dieses Jahr wieder ein gelungenes Race. Super Wetter, grandiose Bergkulisse und wir konnten dieses Jahr 3 verschiedene Kurse fliegen. Sehr engagierte Veranstalter, Danke!

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die Rennleitung, „Papa“ Cohen und seine Helfer

Spannend war natürlich das Rennen um das Podest. Pierre RONDEL kämpfte am letzten Tag ungebrochen und erfolgreich um seine Führung. RONDEL gewinnt mit Können und Kampfgeist diesen Wettbewerb vor Thorsten FOLKERS und Espen TORP.

GRATULATION an die Sieger!

  1. Pierre RONDEL, Frankreich
  2. Thorsten FOLKERS, Deutschland, 98.25%
  3. Espen TORP, Norwegen, 97.25%
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    Pierre RONDEL – immer volle Konzentration

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    Thorsten FOLKERS mit FREESTYLER 5

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    Espen TORP und sein Starter

Die Gesamte Rangliste hier… auf F3XVAULT

Platzierung der SWISS PILOTS

18. Eberhard Rosemann, 90.47%
21. Martin ULRICH, 89,68%
23. Peter WÜRMLI, 88.22%
24. Martin KOPP, 87.58%

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Martin KOPP

F3F Limoncello CUP 2016 003

Start?…oder was jetzt? Kommunikation mit dem Werfer

Die Modelle

SHINTO, SHINTO, SHINTO… das Modell scheint für F3F sehr beliebt zu sein, mindestens 8 Stück waren auszumachen. Auch ich benutze das Edelteil mit schiessbudenoptik, der Flieger überzeug mit einfachem Handling, Agilität und Leistung. FREESTYLER in all seinen Varianten von 3, 4.x bis 5 waren alle auf dem Pass zwischen Italien und Frankreich, der FREESTYLER ist noch immer das Tool für F3F, Thorsten Folkers zeigte eindrücklich mit dem FS5 dass auch der neuste Spross der Freestylerfamielie sich in den 10 Strecken wohlfühlt. SONET, PITBULL, JEDI, PIKE PRECISION kamen auch in Mehrzahl vor. Dann waren noch eine NEEDLE 115 (in der Evolutionsstufe V-Leitwerk), STRIBORG, STINGER, TOXIC, RESPECT, AVATAR, ALLIAJ HM, etc…, … und einen Prototypen des Österreichers Stefan Frauendrofer namens IMPULS mit Kreuzleitwerk. Den IMPULS durfte ich beim abendlichen Sportsflying durch die herrliche Bergkulisse bewegen. Danke Stefan!

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Stefan FRAUENDORFER mit seinem IMPULS

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SONET

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FREESTYLER 4.b

ein Bericht von Martin ULRICH, 26.7.2016

Fotos von Martin KOPP und Martin ULRICH

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Comments (4)

  1. Geniale Fotos sehr guter Bericht, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Bis zum nächstenmal am Hang, war schön mit Euch.

    Herzlichen Gruß
    Max

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