F3F Training in Südengland

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Felsen von Dover im Nebel

Wie fast jedes Jahr, gönnten wir uns eine kleine Auszeit um dem F3F fliegen an den Kanten und Hängen

…wirklich alles drin?

Südenglands etwas zu fröhnen. Eberhard, Moritz und ich haben wegen der Effizienz und auch wegen dem höheren Unterhaltungswert beschlossen mit nur einem Auto den Weg unter die Räder zu nehmen. Weil die geräumigste Alternative in der Form von Eberhards «Kleinwagen» bestand, mussten wir noch die optisch ansprechende Dachbox montieren. Zum Glück wollte keine unserer Frauen oder Schwiegermütter auch mitkommen und somit konnten wir die Dachbox, auch entgegen ihrem eigentlichen Sinn, für das Gepäck nutzen.

 

 

Da wir bereits extrem früh in der Nacht losgefahren sind, standen wir am Samstagnachmittag auch bereits am Hang «Butts Brow». Leider mussten wir feststellen das der Wind gedreht hatte und somit an fliegen nicht zu denken war. Ein kurzer Abstecher an den Longman brachte auch nichts und somit konnten wir uns dem ersten Bier widmen.

 

Am Sonntag flogen wir einige Zeit am Longman. Am Nachmittag war etwas Regen angekündigt. Mit dessen Ankunft packten wir zusammen und fuhren auf den Beachy Head ins Pub. Nach einem gemütlichen Bier stellten wir fest, dass die Sonne wieder hervorgekommen war und der Wind nun voll auf den Hang stand. Eberhard konnte sich nicht mehr auf dem Stuhl halten und setzte sofort seinen Flieger zusammen. Bis wir aus dem Pub kamen, war Eberhard schon an der 160 Meter hohen Klippe des Beachy Head am fliegen. Wir liessen es ebenfalls ordentlich krachen. Wenn auch eher leicht ballastiert, weil der Wind nicht allzu stark war, aber dafür in sehr ruhiger Luft machte es einen Riesen Spass dort zu fliegen. Dank dem vorherigen Regen, waren praktisch keine Touristen mehr da oben und damit war auch das Landen kein allzu grosses Risiko. Die Biere am Abend konnten wir nun sehr entspannt geniessen.

Highlander

Auf die 2 folgenden Tage freuten sich die zwei angereisten «Schwestern» schon ausgiebig, denn es wurde SW Wind vorausgesagt. Für uneingeweihte bedeutet dies, fliegen an einer ca. 70 Meter hohen senkrechten Klippe, deren Kante recht gerade verläuft, mit einer Landewiese in Golfrasenqualität. Zur Sicherung des Werfers, hatte Eberhard wieder das Seil mit «Gstältli» mitgebracht. Das hin- und herheizen mit recht anständigem Druck in der Wende machte uns grössten Spass. Das pfeifen der Flieger hörte nicht auf. Auch die Messung und der Vergleich der Zeiten war recht interessant.

Start bei SevenSisters

Nachdem am Mittwoch der Wind wieder eher auf SO gedreht hatte und extrem schwach war verbrachten wir einen Vormittag am Beachy Head und kämpften mit den Sackhüpfern um die leichtesten Aufwinde. Am Nachmittag drehte der Wind immer mehr auf Ost und wir wanderten versuchsweise in die Ost-Bowl rüber. Dort ging es zuerst noch verhalten und dann aber immer heftiger zur Sache. Diese Bowl war für uns alle noch neu, aber kann bedenkenlos weiterempfohlen werden.

Jedi Lift

Ultima sp

Nach einem ziemlich komplett windstillen Tag, standen wir Freitags wieder mit

Sonet

 

Sack und Pack an der Klippe bei Seven Sisters. Wir mussten jedoch gegen Mittag feststellen, dass der Wind eindeutig zu schwach war und entschieden uns deshalb schweren Herzens an den Long Man zu fahren. Unsere Hoffnung lag in der Kanalisierung der Luft in dieser gigantischen Düse und wir haben recht behalten. Es hatte genügend Wind zum fliegen und wir machten auch wieder einige Runden mit Zeitmessung. Ich selber mochte diesen Hang noch nie sehr gerne, aber an diesem Tag passte bei mir gar nichts zusammen. Moritz und Eberhard hatten ihren Spass.

 

Samstags wehte der Wind wieder eher schwach aus Osten, somit verbrachten wir den Tag nochmals in der Bowl am Beachy Head. Das fliegen war eher thermisch als dynamisch aber gegen Abend trug es recht anständig und damit konnten wir uns ein wenig der Akrofliegerei widmen und auch bei den neueren Modellen austesten ob sie flatterfest sind.
Moritz und ich hatten einen riesen Spass bei einigen synchron nebeneinander geflogenenen Bangladesh’s aus knapp 200 Metern.

 

was macht der Mann da ? …fischen, meditieren…?

Am unserem letzten Tag, dem Sonntag machten wir nochmals einen Abstecher auf die Seven Sisters. Leider war der Wind zu Beginn viel schwächer als vorausgesagt und dazu noch eher cross auf die Klippe. Wir mussten einige Zeit abwarten bevor wir noch etwas fliegen konnten. Da hatten wir auch noch ausreichend Zeit für meditative Aktionen oder ähnliches (siehe Bild)…
Kurze Zeit später, drehte der Wind abermals und ein starker Nebel verteilte sich innert kürzester Zeit über der gesamten Region, weshalb wir die Übung abbrachen und uns auf den Weg ins Hotel machten.

 

 

 

 

 

Fazit: Wir durften wieder einmal Südengland von seiner besten Seite erleben. Das Wetter war perfekt, der Wind leider nicht immer so stark wie gewohnt. Die Leute waren durchwegs sehr freundlich, auch die fliegenden locals waren sehr nett und haben mit Revier-Tipps nicht zurückgehalten.
Auch freundschaftlich war es ein Super-Event, was wir gerne mal wiederholen können.

 

Team: Eberhard, Martin, Moritz

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Comments (3)

  1. Danke für den Bericht, der Neid weckt 🙂

    Eine Anmerkung zum Gurtzeug:
    Bitte macht den knoten doch vorne ran und nicht in eine Tool-Schlaufe. Ihr könnt das Seil dann ja trotzdem, wie einen Gürtel, durch die Schlaufen ziehen, damit es hinten heraus kommt und man nicht darüber stolpert…
    Wie ärgerlich wäre es, wenn man sich schon extra anseilt und dann trotzdem abstürzt!

    Bis demnächst in den Vogesen.
    Tobi

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