F3F Training in Südengland

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..immer noch Platz im Bus

Alle Jahre wieder, gönnen wir (Moritz, Eberhard, Martin) uns eine Trainings-Woche in der Region um Eastbourne. Die Infrastruktur in Form von befliegbaren Hängen in allen Windrichtungen ist enorm gut «ausgebaut». Die Hotels sind üblicherweise nicht ganz in der Topkategorie anzusiedeln, aber dieses Jahr hatten wir mit der Auswahl sehr grosses Glück.

Dank Moritz konnten wir mit einem geräumigen VW-Bus reisen. Das ermöglichte uns die Stingrays neben den üblichen F3F Maschinen ebenfalls einzupacken. Wir träumen immer noch vom vollbeladenen Stingray fliegen am Beachy Head.
Abfahrt war mitten in der Nacht um 02:30, die gesamte Anfahrt war äusserst kurzweilig. Unser Chauffeur fuhr sehr angenehm und wo immer angebracht auch auf der «verkehrten» Seite.

Gemäss unserem Zeitplan trafen wir waren wir kurz vor 15:00 Uhr am Hang ein. Der Wind kam aus NE, daher entschieden wir uns für Eberhards Lieblings-Bowl Butts Brow. Eine riesige Bowl die oben eine recht definierte und auch waagerechte Kante hat. Das Landefeld ist in typischer Golfrasen-Qualität und auch von der Grösse her nicht zu verfehlen. Wir konnten dort einige Flüge machen, bis wir uns entschieden für diesen Tag mit dem fliegen abzuschliessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Entgegen der Prognosen, welche am Anfang eher nordwestliche Winde im Verlaufe der Woche dann drehend auf Südwest vorhergesagt hatten, kristallisierte sich immer mehr heraus, dass anscheinend die eher östliche Lage weiter bestehen würde. Wir konnten einige Hänge befliegen, darunter auch 2-3 neue. Ich möchte nicht jeden einzelnen Beschreiben, sondern lediglich die Highlights herausgreifen. Die ersten Tage waren auch recht kühl vorhergesagt mit Anfangs etwa 8°C aber später steigend bis Ende Woche dann 20°C.

Von den Fliegern her hatten wir einen sehr guten Querschnitt von Modellen am Start und auch die Möglichkeiten, diese gegeneinander zu vergleichen. Wir hatten die gesamte Václav-Flotte dort wie: Stinger, Sonet, Sonix und den neuen Sonet Flügel. Sowie auch einige Unikate, wie den Highlander und die Ultima SP. Des Weiteren flogen noch Pike, Jedi, Radical Jazz, FreeStyler5 und mein neuer Shinto mit um die Wette.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Tage mit variierenden Windstärken haben wir an der wunderschönen E-NE Bowl beim Beachy Head verbracht. Wir konnten dort von Leichtem Wind bis etwa 15m/s die Modelle in der Zeitmessung gegeneinander antreten lassen. Wir lieferten uns harte Kämpfe um die Bestzeit des Tages, denn es ging schliesslich um Ruhm und Ehre sowie auch Bier. Am Mittwoch waren die Bedingungen besonders gut und wurden gegen Abend immer besser. Wir konnten am Schluss aufballastiert auf 4kg immer öfters Runs mit 35er Zeiten fliegen. Der Rekord des Tages war schlussendlich eine 32 mit dem FreeStyler.

 

 

Für mich ebenfalls ein Highlight waren die Flüge an einer «geheimen» und für uns völlig neuen Klippe. Diese ist etwa 15meter hoch und die Luft kommt absolut laminar übers Meer. Das waren Flüge mit einem wahnsinns Druck an der Kante und sie benötigten die volle Konzentration. Auch die Landung war recht problemlos, obwohl das Gelände hinter der Klippe gegen das Meer abfiel und vor allem mit recht dornigem Gestrüpp durchsetzt war. Im Verlauf des Tages drehte  der Wind immer etwas mehr nach links und damit wurde das fliegen auf der Rechten Wende immer schwieriger. Man merkte sofort, wenn diese zu aggressiv angegangen wurde und damit der Flieger massiv verlangsamt wurde. Auch dort haben wir fleissig die Zeiten gemessen und uns verglichen.

 

..oben auf dem Beachy Head

Wie immer ein bleibendes Erlebnis war das fliegen am rund 150meter hohen Beachy Head. Leider war der Wind sehr schwach und die Luft immer noch etwas neblig. Eberhard wollte es unbedingt als erster Wissen ob es nun wirklich genügend ginge und ich durfte seine «Amschel» über die beeindruckende Klippe werfen. Wir flogen alle einige Runden, jeweils bis die Hose voll war! Bis plötzlich eine Polizistin angerannt kam und uns bat sofort zu landen. Wir dachten schon dass wir’s jetzt irgendwie verkackt hätten, aber sie sagte dass nun ein Helikopter käme und nichts in der Luft sein dürfe. Anscheinend handelte es sich um eine Bergungsaktion eines «Klippenspringers». Nachdem der Heli schon eine weile weg war, aber die Bergung erst richtig am Anlaufen, kriegte Eberhard die «Gürtelrose» und fragte die Beamten ob wir nun wieder fliegen dürfen. Dies wurde von den extrem freundlichen Leuten bejaht und wir konnten noch etwas weiterfliegen bevor der Wind plötzlich auf Ost drehte und uns zur Landung zwang.

 

 

 

 

Alles in allem hatten wir einige wunderschöne Tage mit einer halben Stunde leichtem Regen und tollem Wind. Auch kulinarisch durften wir so einiges Erleben….für Eingeweihte: wir waren zweimal beim Inder und dazu noch beim Thailänder!
Das Bier ist ebenfalls sehr gut und lässt keine Wünsche offen.
Ich denke jeder von uns hat fliegerisch einiges profitiert und zwei von uns Wissen jetzt auch was für einen Flieger sie sich als nächsten kaufen würden…

Das Team in der East-Bowl: Moritz, Martin und Eberhard

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