F3f German Open 2017 auf Rügen

    

   

Hatte mich sehr auf diesen Wettbewerb gefreut. Rügen ist so ziemlich das anspruchsvollste f3f Revier das ich kennenlernen durfte. Fliegerisch ist es der Turbulator bei Dranske. Landetechnisch sind die anderen Slopes nicht einfach.

Da auch meine Familie Spass auf Rügen hat, lässt sich der Wettbewerb gut in den Urlaubsplan einbauen ?.

Die Anreise über Nacht ging zwar lange 12 Stunden, aber schmerzfrei. Aus der Schweiz kamen noch Stefan von Ah mit Frau und Pascal Lüdi mit Freundin dazu. Am Freitag konnten wir am Nachmittag noch in Vitt bei ca. 10m/s einige Trimmflüge machen. Die Warteschlange war erfreulicherweise nur ca. 30min lang. Stefan hatte bei der Landung leider Pech und die Reperaturstelle am Rumpf vom Shinto brach erneut. Die Bowdenzüge waren durch und damit nicht reparabel.

Der Wettbewerb startete am gleichen Hang bei freundlichen 12 – 15m/s und Sonnenschein. Um vorne mitzufliegen brauchte man Zeiten zwischen 35 und 38s. Am besten machten das Thorsten Folkers und Lucas Gaubatz. Thorsten flog eine beeindruckende 33er. Andreas Herrig konnte an diesem Tag nicht ganz um die Spitze mitfliegen…was sich noch ändern sollte…

Super machte es aber auch der erst 16jährige Antek Kania aus Polen. Ein Supertalenti. Wir werden noch viel von ihm hören, denke ich.

Bei Stefan lief es leider nicht gut. Er verwendete und bei der Korrektur riss die Strömung am Leitwerk ab. Der Pike schlug ungebremst auf den steinigen Strand auf. Totalverlust. Verständlicherweise war die Motivation für F3f im Keller. Er beendete daraufhin den Wettbewerb. Bei Pascal lief es besser. Für das Küsten fliegen bedarf es aber noch etwas finetuning. Einige Verwender bremsten ihn ungewohnt aus. Bei mir war alles gut gegangen und ich freute mich für eine top 10 Plazierung am Abend.

Tag zwei war, zumindestens für mich ein totales Desaster. Der Wind hatte auf Süd gedreht. Nette 8m/s liessen einen tollen Tag erwarten. Andreas war früh dran und flog sauber eine mittlere 40er. Kurz darauf starb der Wind auf 4m/s und es fing an zu regnen. Vor der Pause durfte ich dann noch im Regen fliegen. Mit dem Ausflug aus der Strecke war dann Pause. Pascal flog sauber und machte das Beste aus dem Geboteten.

3-5m/s am Goorerberg ergeben eine sehr variable Angelegenheit. Von 52sec bis 74 sec sind dann drin. Neben dem Können ist dann auch Glück nötig um vorne zu liegen. Es gab dann auch ein schönes Spaghettimuster im f3xVault.

Am Ende des Tages mussten die bisher führenden Federn lassen und Andreas schob sich mit gutem Abstand auf Rang 1. Zu Pascal und meinem Leidwesen wurde  am Ende noch die erste der 3 Gruppen gestartet. Bei diesen Bedingungen macht f3f keinen Spass. Wussten wir doch dann schon das es am letzten Tag nochmals Wind gibt und später Regen.

Am Abend war dann noch Bankett, welches gewohnt super ausgestattet ist. Wir genossen es sehr.

Tag 3 fing mit 15 m/s am Goorerberg an. Die verbleibenden 2 Gruppen wurden noch fertig geflogen. Thorsten zauberte nochmals und flog eine blitzsaubere 32er. Danach war Regen und Ende.

Gewonnen hat Andreas Herrig vor Thorsten Folkers und David Stary.

Interessant war das am schwachen 2. Tag die Freestyler 5 Piloten auf andere Flieger gewechselt hatten. Thorsten auf den 4er und Andreas auf den 3er(?).

Neben den bekannten Fs5, Fs4, Shinto, Radical Jazz, Pike Precision, Pitbull gab es noch Pike Precision 2, Device, Judge (Duffek Model) und den branntneuen Pitbull 2 (geflogen von Lucas)  und den neuen Respect EVO zu sehen.

Für mich zeigte es sich wiedereinmal, willst Du im f3f etwas dazulernen, dann musst Du auf Rügen mitfliegen. Habe doch einige Erkenntnisse dazugewonnen.

Markus

 

    

   

Comments (2)

  1. Danke für den Bericht. Habe schon gedacht man müsse das diesjährige F3F German Open verstecken, nachdem auf der offiziellen Seite dies in einem Satz und ohne Bild erledigt wurde. Immerhin bekommt man hier noch etwas mit von den Eindrücken auf Rügen. Danke Markus!
    Am ersten Tag konntest du offenbar ganz gut vorne mithalten. Stimmt mich zuversichtlich für die WM. Gut gemacht.

  2. Ein schöner Bericht, Markus – danke!
    Und ja, der gute alte 3er (diesmal allerdings mit dem Hartschalen-Flügel von Taiwan) ging am Goorer Berg wieder phänomenal…! 🙂 Im letzten Flug dort habe ich aber nochmal mit dem 5er mit Turbulator experimentiert – was auch ganz gut zu funktionieren schien. ^^
    Auf jeden Fall wieder ein sehr guter und spannender Wettbewerb – und Rügen ist und bleibt wohl echt das selektivste F3F-Gebiet…! 🙂
    Hier ist noch ein weiterer Bericht, von Erik soweit ich weiß: http://modellflugimdaec.de/aktuelles/543-hangflug-am-kap-arkona

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