F3F Swiss Pilots am South of England Open 2014 (Eurotour/Worldcup) 10./11. Mai 2014

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Nach individueller Anreise – mit und ohne Trainingstage – trafen sich die F3F Swiss Pilots am Samstag Morgen beim Briefing im offiziellen Hotel in Eastbourne. Unsere Piloten waren (alphabetisch)

Bertschi Stefan (Radical Pro/Freestyler 4.3)
Henselmann Thomas (Dopamin)
Kopp Martin (Cyril)
Meissner Markus (Avalon/Freestyler 3)
Rosemann Eberhard (Vampir)
Ulrich Martin (Energija/Rotmilan)

Trotz dem frühen Briefing um 8.30 konnten wir den Wettbewerb erst um ca. 12.30 starten. Grund dafür war einerseits, dass die Fahrt vom Hotel zum Hang ca. 20 Minuten dauert (plus der Aufstieg zu Fuss von ca. 10 Minuten) andererseits – um allen Vorurteilen gegenüber England zu entsprechen – der Regen.
Geflogen wurde im 1st Bowl des Longman welcher, mehr oder weniger in Richtung Südwest steht. Der Kurs war äusserst anspruchsvoll, da es einerseits keine sichtbare gerade Kante gab und andererseits der Wind leicht quer blies (stürmte).

Das Rennen für uns Schweizer eröffnete Markus Meissner mit Startnummer 7. Er knallte – bei ca. 20 m/Sek Wind (zum Wind später mehr) – eine gute 44er Zeit hin. Als nächster war der Schreiberling an der Reihe. Auch bei Ihm knalle es….in Kurve 3 als der Radical – ballastiert auf gut 4.5 kg – nach einem Abschmierer in der englischen Landschaft einschlug. Zum Glück ist niemandem etwas passiert, eine Reparatur auf Platz mit Tape und Sekundenkleber war aber nicht möglich J (Herr Weberschock wird sich dem gebrochenen Flügel annehmen). Unser schnellster war in dieser Runde Martin Ulrich mit einer 42.43 was Ihm Rundenplatz 7 einbrachte.

Runde 2. Der Wind hat noch etwas zugenommen, die Frisur und alles was nicht Niet- und Nagelfest ist hält nicht mehr (unter anderem auch ein Willow welcher schon vor dem effektiven Start ‘desintegrierte’ und dessen Flügel wie ein Geschoss über das Pilotenlager schoss). Markus schrammte mit seiner 37.29 ganz knapp am Tausender vorbei und belegte den 2ten Platz in dieser Runde. Eberhard flog eine gute 41er Zeit, der Rest von uns dümpelte irgendwo zwischen 45 und 55 Sekunden herum.

Runde 3. Der Wind war unterdessen am Rande der Legalität (legal = 25m/Sek). Gewonnen hat diese Runde Simon Thornton mit 34.11 was gleichzeitig die schnellste Zeit des Wettbewerbes war. Aus F3F Pilots Sicht konnte einzig Markus Meissner (Runden-Rang 7) mit 38.80 noch halbwegs mithalten. Eberhard verhinderte mit einer 40er schlimmeres, der Rest von uns strauchelte in dieser Runde und das Resultat diente einzig als Streicher (ausser man hat einen Nuller infolge Unfähigkeit die Technik in Kombination mit den Elementen zu beherrschen).

Runde 4 wurde gestartet, musste danach aber infolge eines Unfalles einer Spaziergängerin (ohne Wettbewerbsbezug) abgebrochen werden. Ein Neustart wurde zwar noch versucht, aber der Wind war jetzt konstant über dem Erlaubten Limit. Einzelne Böen waren weit über 30 m/Sek! Wohl für die meisten von uns eine Premiere, leiden wir doch bei uns eher unter dem Problem zu wenig Wind. Schlimm fand den Abbruch glaube ich niemand, so wurde zusammengepackt, denn es war definitiv ‘beer o’clock’.

Nach Tag 1 (3 Runden ohne Streicher) präsentierte sich die Rangliste aus Schweizer Sicht wie folgt:

5. Markus Meissner (2689.84)
10. Eberhard Rosemann (2575.77)
26. Martin Kopp (2226.22
29. Martin Ulrich (2171.80)
34. Thomas Henselmann (2077.71)
38. Stefan Bertschi (1563.43)

Sonntag, neuer Tag neues Glück (oder Unglück). Der Wind (ausser der individuelle Curry-Wind) hatte sich etwas beruhigt (ca. 15 – 20 m/Sek) und mehr nach West gedreht. Geflogen wurde wiederum am selben Hang jedoch weiter links. Dies war möglich da es sich um einen Bowl (Schüssel) handelt, an welchem bei mehreren Windrichtungen (Süd-West bis ca. West-Nord-West) geflogen werden kann. Im Verlauf des Tages drehte der Wind jedoch immer mehr auf Südwest, sodass – aber es war für alle gleich – der Wind immer mehr von links kam und die rechte Wende ziemlich anspruchsvoll wurde.

In meinen Augen – aber ich glaube nur in meinen – war dieser Hang aber um einiges einfacher zu fliegen als der Vortageshang.

Runde 4 (zum 3ten). Um ganz vorne dabei zu sein brauchte es (wie in jeder Runde an diesem Wettbewerb) eine Zeit unter 40 Sekunden. Um es vorweg zu nehmen, dies gelang keinem von uns an diesem Sonntag. Für eine Platzierung im vorderen Mittelfeld musste irgendetwas zwischen 40 und 44 auf der Uhr stehen bleiben. In Runde 4 gelang dies Markus und mir. Martin K., Martin U. und Thomas bekundeten noch etwas Mühe mit den neuen Gegebenheiten und flogen Zeiten zwischen 50 und 53 Sekunden. Unser Austria-Schweizer schaffte es noch knapp unter 50 Sekunden.

Mit Abschluss der Runde 4 hatten wir einerseits eine gültige Eurotour und andererseits einen Streicher zur Verfügung. Dies wirkte sich resultatmässig vor allem für mich positiv aus, wurde ich doch damit meinen 0er der ersten Runde los (nicht aber den sonstigen Mist den ich zusammenflog am Tag 1).

Klassierung nach 4 Runden:

9. Markus Meissner
13. Eberhard Rosemann
23. Stefan Bertschi
31. Martin Kopp
32. Martin Ulrich
34. Thomas Henselmann

Die Runden 5 – 7 zeigten keine Glanzleistungen unsererseits mehr, aber stetigen Fortschritt. Dies sowohl in den Zeiten (die Ausnahme welche die Regel bestätig war Martin Kopp, der diese Runden wie ein Metronom flog: R5 50.05; R6 50.05; R07) als auch in den Klassierungen (auch hier gab es Ausnahmen). Leider hatte Martin Ulrich im letzten Flug noch den Verlust seines Rotmilan zu beklagen. Gesehen habe ich es nicht, aber in kurz: kam zu weit ins Lee (die DS Seite des samstäglichen Hanges) wurde runtergespült und durch einen Stacheldrahtzaun gebremst.

Um ca. 15.30 war dann Schluss. Noch kurz einen Erstflug mit dem Radical Jazz danach zur Rangverkündung.

Gewonnen wurde das South of England Open von Mark Redsell, auf den Plätzen 2 und 3 folgten Martin Newnham und Simon Thornton. Diese 3 gehörten dem Team GBU (Gold, Bold, Ugly) an welches somit auch die Teamwertung gewann. Ebenfalls bilden die 3 die Nationalmannschaft welche Grossbritanien an der WM im Herbst vertreten werden.

Die Endabrechnung für uns ‘F3F Pilots’ präsentierte sich wie folgt (Punkte normalisiert)

11. Markus Meissner (93.23)
15. Eberhard Rosemann (89.20)
18. Stefan Bertschi (88.60)
29. Martin Kopp (80.99)
30. Thomas Henselmann (80.22)
31. Martin Ulrich (80.16)

Das einzige “F3F Swiss Pilots” only Team (Ulrich, Meissner, Henselmann) belegte Platz 6 in der Teamwertung.

Danach wurden noch kurz Hände geschüttelt, Gratulationen ausgetauscht und dann ging es für uns alle mehr oder weniger schnell in Richtung Heimat.

Die Modelle welche wir flogen habe ich ja weiter oben schon erwähnt. Das Podest wurde mit Freestyler 4 (Rang 1 und 2) sowie Shinto (Rang 3) erflogen. Ansonsten war alles zu sehen was aktuell auf dem Markt zu erwerben ist (ausser ein Pitbull), d.h. Freestyler 3, Pike Precision, Caldera R, Extreme, Stinger, Needle 124, Aliaj, Radical Pro & Jazz, Respect, Toxic und Pace sowie der Celox, Attack und Highlander aus der Kategorie Eigenbau.

Es war ein tolles Wochenende mit herausfordernden Bedingungen (welche leider auch Opfer forderten) und einer sehr guten Stimmung unter den Piloten. Unser aller Dank geht sicher auch an John Philipps und sein Team, welche das South of England Open für uns alle möglich machten.

Die detaillierten Resultate findet Ihr hier:
http://www.f3xvault.com/?action=event&function=event_view&event_id=322

Bilder gibt es hier:
http://rcsoar.zenfolio.com/essa_eurotour

Gruss

Stefan

 

Rotmilan oder Zaunkönig ? ... man weiss es nicht

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Comments (5)

  1. Lieber Stefan

    Vielen Dank für den sehr informativen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Bericht!

    LG Kurt

  2. Hallo Stefan,

    auch von mir vielen Dank für den tollen Bericht.

    Wir sehen uns an der Kante 🙂
    Grüße an das ganze Schweizer Team!
    Tobi

  3. Wieder mal ein schöner Bericht von Stefan!

    PS: Hab noch ein Bild eingefügt (mein einziges vom Contest). Letzte Runde war ich deshalb nur noch Zuschauer 🙁
    Ich hoffe es gibt noch mehr schöne Bilder 😉

    Gruess
    Martin

  4. Super Bericht, Stefan. Irgendwann mal muss ich mit euch nach England Curry-Wind fliegen. Es sieht “lustig” aus 😉

  5. Sehr schöner Bericht. Danke Stefan.
    Gratulation an die Gewinner, die Organisation sowie an alle Teilnehmer.
    Wahrlich ein denkwürdiger Wettbewerb….hat grossen Spass gemacht dort teilzunehmen.

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